Bilder & Videos vom dezentralen Aktionstag für die REISE FÜR DAS LEBEN

Am 6.6. wurde an mindestens 12 Orten bundesweit der dezentrale Aktionstag in Vorbereitung auf die Reise für das Leben durchgeführt: Lützerath, Bonn, Hambi, Wendland, Berlin, Jena, Frankfurt/Main, Münster, Freiburg, Bremen, Leipzig und bei der VW-Blockade.

Hauptforderung war (neben einer Welt, in die viele Welten passen) die problemlose Einreise der zapatistischen Vorhut sowie der gesamten Delegation indigener Rebell*innen. Den vollständigen Aufruf findet Ihr unten.

Lützerath / Rheinland

Münster

Jena

Hambacher Tagebau

Bonn

Wendland

Berlin

Gira por la Vida – Reise für das Leben

Diesen Sommer wird eine Delegation von mindestens 160 Indigenen Rebell*innen aus Mexiko durch Europa reisen. Mitte Juni wird ihre Vorhut mit dem Segelschiff in Spanien landen.

Für das Jahr 2021 haben mehrere indigene Bewegungen aus Mexiko dazu aufgerufen, endlich die Kämpfe gegen Kapitalismus, Rassismus und Patriarchat über alle Ländergrenzen hinweg zu vereinen. Denn es ist dieses nimmersatte, unterdrückerische, ausbeutende, neoliberale System, das den Planeten zerstört, das uns Menschen untereinander zu Feinden macht und das sich letztendlich gegen das Leben richtet. Nur gemeinsam können wir dieses System überwinden und eine reale Alternative aufbauen.

Die Initiative zu diesem Zusammenschluss kommt von den Zapatistas, einer indigenen Bewegung, die seit Jahrzehnten autonom, also unabhängig von staatlichen Strukturen, eine solidarische und basisdemokratische Gesellschaft aufbaut.

Wir werden finden, was uns gleich macht.“

Diesen Sommer bereisen sie das Europa von unten und links, um all die Menschen kennenzulernen, die sich hier für eine bessere Welt einsetzen – eine Welt der Solidarität, der Freiheit und des gegenseitigen Respekts. Sie wollen sich mit uns austauschen, Schmerzen, Erfahrungen und Hoffnungen teilen, sich mit uns vernetzen. Ziel ist nichts weniger, als eine globale Organisierung anzustoßen, die der Selbstzerstörung der Menschheit eine reale Utopie entgegensetzt.

Für eine Welt, in der viele Welten Platz haben.“

Dafür müssen wir uns treffen, miteinander reden, einander zuhören und voneinander lernen. Wir müssen beraten, wie wir dieses mörderische System überwinden werden und was wir stattdessen aufbauen wollen. Deshalb kann auch Corona uns nicht aufhalten: Die Reise für das Leben ist systemrelevant. Nicht für das kapitalistische System, sondern für das Ökosystem Erde. Wir nehmen Corona ernst und werden alle erforderlichen Vorkehrungen treffen, aber kein Vorwand der Regierungen, die unseren Planeten zugrunde richten, wird uns daran hindern, diese Reise durchzuführen.

Genauso wird kein Staat, keine Grenze und keine Einreisebestimmung die Indigenen Rebell*innen davon abhalten, nach Jahrhunderten der Kolonialisierung den europäischen Kontinent zu betreten, von dem so viel Leid, Zerstörung und Unterdrückung ausgegangen ist. Am 13. August, genau 500 Jahre nach ihrer angeblichen Eroberung, werden sie in Madrid sein, um zu zeigen, dass sie nie besiegt wurden, dass sie weiter Widerstand leisten und den Samen der Rebellion für ein besseres Leben in alle Welt tragen.

Wir leben. Das heißt, wir kämpfen.“

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