Ya Basta Netz - Zapatista Reise Deutschland EZLN

Abschlusserklärung des Treffens des Europa Zapatista Netzwerks

21.-23. Juni 2024 in Frankfurt am Main

Erklärung des Europa-Zapatista-Netzwerktreffens, Frankfurt 2024

An die zapatistischen Basisgemeinden,
an die lokalen autonomen Regierungen (GAL),
an die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN),
an den Nationalen Indigenen Kongress (CNI),
an die Compañeroas, Compañeros und Compañeras der Sexta in der ganzen Welt,
An die Völker, die von unten und von links kämpfen,

Genoss:innen,

Drei Jahre nach der Ankunft des Geschwaders 421 an der Küste von Vigo, mit der die Reise für das Leben begann, und in Erwartung des zweiten Teils der Rundreise von CNI und FrayBa, trafen sich die Organisationen des Netzwerks Europa Zapatista am 21.-23. Juni 2024 in Frankfurt am Main, Deutschland, im Theater Antagon, das uns solidarisch in seinen Räumen empfangen hat.

Während des Treffens haben wir gemeinsam darüber nachgedacht, was uns eint und was wir zusammen tun können. Wir sahen es als dringend an, uns zu treffen, denn das System der Zerstörung und des Todes, das die Völker Mexikos, Abya Yalas und andere Völker der Welt angreift, hat seinen Spiegel in diesem alten Europa.

Uns schmerzt der Vormarsch des Rassismus und der Kriminalisierung von Migrant:innen, uns schmerzen die Mauern und Grenzen, uns schmerzen die Toten im Mittelmeer, uns schmerzen die Kriege und die fortschreitende Militarisierung Europas, uns schmerzt die Gewalt gegen Frauen und Menschen anderer Sexualität und anderen Geschlechts, insbesondere gegen unsere Trans-Geschwister. Der Vormarsch der radikalen Rechten führt zu einer weiteren Verschärfung dieser kolonialen, kapitalistischen und patriarchalen Politik.

Wir prangern die Mitschuld der Nationalstaaten an der fortschreitenden Militarisierung der Gesellschaften an, deren einziges Ziel es ist, Kriege zu einem Geschäft zu machen, das Tausende von Menschenleben kostet. Wir sehen das grausame Gesicht dieses Systems im Genozid in Palästina sowie in den Kriegen gegen das kurdische, ukrainische, kongolesische und sudanesische Volk sowie an so vielen anderen Orten der Welt.

Wir prangern die Politik der Zerstörung des Territoriums an, die sich als ökologischer Wandel tarnt und hinter der sich die Aufrechterhaltung eines Kapitalismus verbirgt, den man uns als grün verkaufen will. In Europa werden umweltzerstörerische Megaprojekte durchgesetzt und die Verteidiger*innen der Erde und des Territoriums kriminalisiert, wie es in Frankreich mit der Bewegung Les Soulèvements de la Terre geschieht.

In Mexiko sehen wir, dass eine angeblich fortschrittliche und linke Regierung den Krieg gegen die indigenen Völker und die Mutter Erde in Komplizenschaft mit dem organisierten Verbrechen und den transnationalen Konzernen fortsetzt. Wir verurteilen auf das Schärfste die Tod-bringenden Megaprojekte, wie z.B. den falsch benannten „Trèn Maya“, den Trans-Isthmus-Korridor und das Morelos-Integral-Projekt, um nur einige zu nennen.

Die Militarisierung hat zu einem starken Anstieg der Gewalt im Land geführt, insbesondere gegen Migrant:innen, Frauen und indigene Gemeinschaften. Wir verurteilen die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, die von kriminellen Gruppen mit der Komplizenschaft der schlechten Regierung der 4T („Vierte Transformation“) in Orten wie Niños Heroes, Chicomuselo, Tila, etc. ausgeübt wird.

Wir fordern einen Stopp der Angriffe von Paramilitärs und des organisierten Verbrechens auf die zapatistischen Gemeinden und die sofortige Freilassung der fünf Gefangenen von San Juan Cancuc und des zapatistischen Genossen José Díaz Gómez. Wir verurteilen auch die verbalen Angriffe von Präsident AMLO gegen Menschenrechtsorganisationen wie im Fall von FrayBa.

Nicht nur Chiapas leidet unter diesem Exzess der neoliberalen Gewalt. Wir verurteilen die Angriffe auf CIPOG-EZ in Guerrero, auf die Otomí-Gemeinde in Mexiko-Stadt und auf die Gemeinde Santa María Ostula in Michoacán. Wir verurteilen auch die Angriffe auf die Verteidiger der Territorien wie David Hernández Salazar aus Puente Madera und Miguel Peralta aus Eloxochitlán de Flores Magón. Wir begrüßen den Kampf der Mütter und Familien, die nach Verschwundenen suchen, und prangern die Aggressionen an, denen sie systematisch ausgesetzt sind.

Wir bekräftigen die Verpflichtung, die wir mit der Unterzeichnung der Erklärung für das Leben eingegangen sind, indem wir davon ausgehen, dass “der Kampf für die Menschlichkeit überall und zu jeder Zeit stattfindet”.

Wir fordern, dass die Angriffe der Paramilitärs und des organisierten Verbrechens auf die zapatistischen Gemeinden eingestellt werden und fordern die sofortige Freilassung der fünf Gefangenen von San Juan Cancuc und des zapatistischen Genossen José Díaz Gómez. Wir verurteilen auch die verbalen Angriffe von Präsident AMLO gegen Menschenrechtsorganisationen, wie im Fall von FrayBa.

Nicht nur Chiapas leidet unter diesem Exzess der neoliberalen Gewalt. Wir verurteilen die Angriffe auf den CIPOG-EZ in Guerrero, auf die Otomí-Gemeinde in Mexiko-Stadt und auf die Gemeinde Santa María Ostula in Michoacán. Wir verurteilen auch die Angriffe auf die Verteidiger*innen der Territorien wie David Hernández Salazar aus Puente Madera und Miguel Peralta aus Eloxochitlán de Flores Magón. Wir senden solidarische Grüße an den Kampf der Mütter und Familien, die nach Verschwundenen suchen, und prangern die Aggressionen an, denen sie systematisch ausgesetzt sind.

Wir bekräftigen die Verpflichtung, die wir mit der Unterzeichnung der Erklärung für das Leben eingegangen sind, davon ausgehend, dass “der Kampf für die Menschheit überall und zu jeder Zeit stattfindet”.

Von Slumil K’ajxemk’op aus senden wir Grüße zum 40. Jahrestag der Gründung der EZLN und den 30. Jahrestag des Beginns des Krieges gegen das Vergessen. Und wir feiern, dass ihre Stimme trotz allem weiterhin ein Raum des Nicht-Krieges inmitten des Krieges ist, und diese Brücke der Würde, die uns die zapatistische Bewegung bietet.

Es lebe der CNI!
Freiheit für die Politischen Gefangenen!
Nein zu Megaprojekten!
Es leben die zapatistischen autonomen Gemeinschaften!
Es lebe die EZLN!
Lang lebe das Gemeinschaftliche! („común“)

An der Sitzung teilnehmende Kollektive:

20ZLN – Italia
L’Adhesiva – Catalunya, Estado Español
ASMEX – País Valencià, Estado Español
CafeZ – Liège, Bélgica
Calendario Zapatista – Grecia
CGT – Estado Español
CZL – Suiza
Gira Holanda – Holanda
Colectivo Mut Vitz 13 – Marsella, Francia
Nodo Solidale – Italia
Netz der Rebellion – Alemania
Txiapasekin – Euskal Herria
Unión de sindicatos Solidaires – Francia
Ya Basta Netz – Alemania
Ya Basta! Êdî Bese – Noreste de Italia
Yretiemble! – Madrid, Estado Español

Sie schließen sich der Erklärung an.

Erklärung im Original:

Declaración del Encuentro de Europa Zapatista, Frankfurt 2024

A las comunidades bases de apoyo zapatistas,

A los Gobiernos Autónomos Locales,

Al Ejército Zapatista de Liberación Nacional,

Al Congreso Nacional Indígena (CNI),

A las compañeras, compañeros, compañeroas de la Sexta en el mundo,

A los pueblos que luchan desde abajo y a la izquierda,

Compañeras, compañeros, compañeroas, 

A tres años de la llegada del Escuadrón 421 a las costas de Vigo,dando inicio a la Gira Por Vida, y en espera de la segunda parte de la Gira del CNI y del FrayBa, organizaciones de la red Europa Zapatista nos hemos encontrado los días 21, 22 y 23 de junio 2024 en Frankfurt, Alemania, en la sede del teatro Antagon que solidariamente nos ha recibido en su espacio.

Durante el encuentro hemos reflexionado colectivamente sobre lo que nos une y lo que podemos hacer juntes. Hemos visto la urgencia de encontrarnos porque el sistema de destrucción y muerte que está atacando a los pueblos en México, Abya Yala y a otros pueblos del mundo, tiene su espejo en esta vieja Europa. 

Nos duele el avance del racismo y la criminalización de las personas migrantes, nos duelen los muros y las fronteras, nos duelen las personas muertas en el Mediterráneo, nos duelen las guerras y el avance de la militarización europea, nos duele la violencia ejercida contra las mujeres y las disidencias sexuales y de género, especialmente hacia nuestras hermanoas trans. El avance de la ultraderecha llega para endurecer aún más estas políticas coloniales, capitalistas y patriarcales. 

Denunciamos la complicidad de los Estados nacionales en el avance de la militarización de las sociedades, con el único fin de hacer de las guerras un negocio a costa de miles de vidas. La cara más cruda de esta situación la vemos en el genocidio en Palestina, así como en las guerras contra los pueblos kurdo, ucraniano, congoleño, sudanés, así como en tantos otros lugares del mundo.

Denunciamos las políticas de destrucción del territorio disfrazadas de transición ecológica que esconden la perpetuación de un capitalismo que nos pretenden vender como verde. En Europa se imponen megaproyectos ecocidas y se criminaliza a las personas defensoras de la Tierra y el territorio,como ocurre en Francia con el movimiento de Les Soulèvements de la Terre. 

En México vemos que un gobierno supuestamente progresista y de izquierdas, sigue perpetuando la guerra contra los pueblos indígenas y la madre tierra en complicidad con el crimen organizado y las empresas trasnacionales. Condenamos con firmeza megaproyectos de muerte como el mal llamado tren maya, el corredor transístmico y el Proyecto Integral Morelos, entre otros. 

La militarización ha hecho que la violencia se incremente severamente en el país, especialmente contra las personas migrantes, las mujeres y las comunidades indígenas. Condenamos la violencia contra la población civil que se está ejerciendo por parte de grupos criminales,con la complicidad del mal gobierno de la 4T en lugares como Niños Héroes, Chicomuselo, Tila etc. 

Exigimos un alto a los ataques paramilitares y del crimen organizado contra las comunidades zapatistas y demandamos la inmediata liberación de los cinco presos de San Juan Cancuc y del compañero zapatista José Díaz Gómez. Denunciamos también los ataques verbales del presidente AMLO en contra de las organizaciones de derechos humanos como en el caso del FrayBa.

No es solo Chiapas donde se está sufriendo este exceso de violencia neoliberal. Condenamos los ataques contra el CIPOG-EZ en Guerrero, la comunidad Otomí en la CDMX y la comunidad Santa María Ostula en Michoacán. También denunciamos las agresiones contra defensores del territorio como David Hernández Salazar, de Puente Madera y Miguel Peralta, de Eloxochitlán de Flores Magón. Saludamos la lucha de las Madres y Familias Buscadoras de personas desaparecidas y denunciamos las agresiones que reciben sistemáticamente. 

Ratificamos el compromiso que adquirimos firmando la Declaración Por la Vida, asumiendo que “la lucha por la humanidad es en todas partes, todo el tiempo”. 

Desde Slumil K’ajxemk’op saludamos los 40 años de la fundación del EZLN y los 30 años del inicio de la Guerra contra el Olvido. Y celebramos que pese a todo, su voz siga siendo un espacio de no guerra en medio de la guerra,  y ese puente de dignidad que el movimiento zapatista nos brinda.  

¡Viva el CNI!

¡Presxs, politicxs libertad!

¡No a los megaproyectos!

¡Vivan las comunidades autónomas zapatistas!

¡Viva el EZLN!

¡Viva el COMÚN!

Colectivos presentes en el encuentro:

20ZLN – Italia

L’Adhesiva – Catalunya, Estado Español

ASMEX – País Valencià, Estado Español

CafeZ – Liège, Bélgica

Calendario Zapatista – Grecia

CGT – Estado Español

CZL – Suiza

Gira Holanda – Holanda

Colectivo Mut Vitz 13 – Marsella, Francia

Nodo Solidale – Italia

Red de Rebelión – Alemania

Txiapasekin – Euskal Herria

Unión de sindicatos Solidaires – Francia

Red Ya Basta – Alemania

Ya Basta! Êdî Bese – Noreste de Italia

Y retiemble! – Madrid, Estado Español

Se suman a la declaratoria:


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